100 Jahre nach dem „Großen Krieg“ in Compiègne

Ein tolles Symbol genau 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs: Vom 9. bis 12. November 2018 haben zehn Schülerinnen und Schüler der Oberstufe zusammen mit Frau Bullmann und Herrn Vorspohl am UCAPE-Kolloqium in Compiègne im Lycée Jean-Paul II teilgenommen.

Von Mattea Hilcke (Eph)

Nach der Ankunft wurden die Gruppen aus den verschiedenen europäischen Ländern, darunter auch unsere Partnerschulen aus Belgien, Schottland und Frankreich, vom Schulleiter des Lycées begrüßt. Anschließend begannen die vorbereiteten Präsentationen der Schülergruppen über ihre (vermeintlichen) „Kriegshelden“ des 1. Weltkriegs. Hierbei wurde die unterschiedliche internationale Erinnerungskultur deutlich. Die deutsche Gruppe referierte über den Weihnachtsfrieden 1914.

Erstellung einer Charta des Friedens

Am Samstag ging es nach Péronne, wo das Museum und eine französisch-britische Gedenkstätte in Thiepval besucht wurden. Diese enthält als Gravur in den Wänden die Namen aller gefallenen oder vermissten Soldaten. Außerdem besichtigten die rund 150 Schülerinnen und Schüler aus ganz Europa den angrenzenden britisch-französischen Friedhof, in dem die Leichen von normalen Bürgerinnen und Bürgern lagen, jedoch die Namen der gefallenen Soldaten auf dem Grabstein stehen, sofern sie identifiziert wurden.

UCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in CompiègneUCAPE-Seminar in Compiègne

Nach den Besichtigungen in der Nähe des Museums ging es auf einen „Rundweg der Erinnerung“, bei dem unter anderem „der Minentrichter“ in La Boisselle, der letzte öffentlich besuchbare Minenkrater mit einem Durchmesser von 91 Metern und einer Tiefe von 21 Metern, besichtigt wurde. Zurück im Internat wurden die Schülerinnen und Schüler in Gruppen mit verschiedenen Nationalitäten aufgeteilt. Aufgabe war, eine „Charta des Friedens“ zu erstellen.

Unterschiedliche Erinnerungskultur

Am Sonntag nahm die gesamte Gruppe zuerst an einer Heiligen Messe teil, die Teil des Gedenkens an den Ersten Weltkrieg war, um anschließend mit der ganzen Stadt Compiègne eine Schweigeminute zu halten. Den Nachmittag verbrachten die Schülerinnen und Schüler auf der Lichtung Rethondes oder auch „Lichtung des Waffenstillstandes“, auf der 1918 der Waffenstillstand in einem Eisenbahnwagon unterschrieben wurde. Es wurden Gedichte auf Englisch, Deutsch und Französisch gelesen und ein Kranz in Gedenken an die Opfer des „Großen Krieges“, wie der Erste Weltkrieg in Frankreich und vielen anderen Ländern Europas genannt wird, gemeinsam von einem deutschen und einem französischen Schüler niedergelegt. Am Vortag hatten hier Staatspräsident Frankreichs Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Friedens-Gedenkstein eingeweiht.

Nach der Rückkehr ins Internat stellten die Gruppen die Arbeit an der Charta fertig, deren erster Entwurf anschließend vorgestellt wurde. Nach einem festlichen Abendessen endete das Seminar mit einem gemeinamen Flashmob und spontanen Tanzeinlagen, an denen sich alle Schülerinnen und Schüler beteiligten: ein länderübergreifendes, tolles Symbol – genau 100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg!

Ein großer Dank gilt dem Verein der Freunde und Förderer des Mallinckrodt-Gymnasiums, der unsere Teilnahme großzügig unterstützt hat.