Weltweite Vernetzung und Kommunikation, soziale Netzwerke und Automation verändern einschneidend und kontinuierlich unsere Lebens- und Arbeitswelt. Komplexe Informationssysteme bestimmen zunehmend berufliches und privates Leben, Wissenschaft und Wirtschaft. Medienkompetenz, d.h. der Umgang mit digitalen Medien, wird zu einer Kulturtechnik. Informatiksysteme selbstbestimmt und sachgerecht anzuwenden liefert einen Schlüssel zur Gesellschaft.

Dazu gehört es nicht allein, solche Systeme anzuwenden, sondern vielmehr ihre Grundlagen und Prinzipien zu verstehen. Damit beschäftigt sich der Informatikunterricht.

Entsprechend unserem christlichen Bildungsideal halten wir es für wichtig, den Computer mit den Schülerinnen und Schülern im Informatikunterricht tatsächlich zu „entmystifizieren“ und seinen Wirkprinzipien auf den Grund zu gehen.

Wir gehen davon aus, dass die als hohes Ziel anzustrebende Autonomie des einzelnen Schülers mitwirkt, die moralische Urteilskraft und das Gewissen zu schärfen. Ein wesentlicher Beitrag zum Erreichen dieser Autonomie besteht in dem Prinzip, möglichst wenig, was im Unterricht gelehrt und gelernt wird, unverstanden zu lassen, sondern bis auf seine Gründe zurückzuführen.

Deswegen geben wir auch dem Thema „Aufbau und Arbeitsweise von Automatischen Datenverarbeitungsanlagen“ einen angemessen Raum innerhalb des Informatikunterrichts.

Neben den konventionellen Lern- und Arbeitsformen wie z.B. Unterrichtsgespräch, Hausaufgaben, Klausuren, Referate und Protokolle findet im Informatikunterricht vor allem auch die Projektmethode starke Berücksichtigung: Denn gerade die Informatik bietet sich an, in Gruppen ‑ z.T. arbeitsteilig ‑ an der Lösung spezieller Probleme zu arbeiten.

Die Inhalte orientieren sich an den Richtlinien des Kultusministeriums:

  • Algorithmik (Einführung in eine problemorientierte Programmiersprache)
  • Datenstrukturen
  • Aufbau und Arbeitsweise von automatischen Datenverarbeitungsanlagen
  • Projektarbeiten (z.B. künstliche Intelligenz oder Simulation und Animation)
  • Automatentheorie

Als Programmiersprache ist Delphi eingeführt. Erste Grundlagen der objektorientierten Programmierung werden mit Hilfe von Flash erarbeitet.

Im Differenzierungsbereich der Klassen 8 und 9 wird das Fach Physik-Informatik angeboten. Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit Grundlagen der Informatik wie einfache Datenstrukturen kennenzulernen. Auch hier spielt Projektarbeit eine entscheidende Rolle. Themen sind z.B. HTML, Flash, physikalische Grundlagen der Computertechnik, Bild- und Tonbearbeitung (vgl. auch Informationen des Fachbereichs Physik). Hier gibt es eine Zusammenarbeit mit der TU Dortmund (Prof Steffen).