Zeichen gegen Rassismus, Diskriminierung und Mobbing Das Mallinckrodt-Gymnasium hat am Donnerstag (03.07.2014) einen Projekttag durchgeführt und ist nun offiziell eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Das Mallinckrodt-Gymnasium hat am Donnerstag (03.07.2014) einen Projekttag durchgeführt und ist nun offiziell eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Mit der Teilnahme an dem gleichnamigen bundesweiten Projekt möchte das Mallinckrodt-Gymnasium ein Zeichen gegen Rassismus, Diskriminierung und Mobbing setzen. An dem von der Schülervertretung (SV) organisierten Tag arbeiteten die Jahrgangsstufen an diversen Projekten zu Themen wie Toleranz und Vielfalt.

Tolle Ergebnisse beim Projekttag

Durch das große Engagement der Schüler und Lehrer entstanden viele tolle Ergebnisse, die später in einem Rundgang durch die Schule begutachtet werden durften. Besonders beeindruckt waren viele Schüler von der Arbeit eines Kunstkurses der Einführungsphase, der mit Pinsel und Farbe die triste Mauer hinter dem Sportplatz in eine bunte Wand der Vielfalt verwandelte. Doch auch die künstlerischen Produkte der anderen Jahrgangsstufen konnten sich sehen lassen. Die Klassen 6 bastelten beispielsweise farbenfrohe Masken und in der Klasse 9 wurden halbseitige Portraits von Berühmtheiten sehr einfallsreich ergänzt, um die Individualität jedes einzelnen Menschen zu betonen. Fotostorys zum Thema Mobbing entstanden in den Klassen 8 und die Schülerinnen und Schüler der 5 gestalteten kleine Leinwände zum Thema Nächstenliebe. Einen Anstoß zum Nachdenken gaben außerdem die im Deutsch-und Englischleistungskurs der Q1 entstandenen Kurzgeschichten und Gedichte, die sich mit Alltagsrassismus beschäftigten.

Ein verwandelte die triste Mauer hinter dem Sportplatz in eine bunte Wand der Vielfalt.

Ein verwandelte die triste Mauer hinter dem Sportplatz in eine bunte Wand der Vielfalt.

Abschließend fand ein Festakt im Forum der Schule statt, bei dem einzelne Jahrgangsstufen ihre Projektergebnisse der ganzen Schulgemeinschaft präsentierten. So führte die Einführungsphase zwei Rollenspiele vor, in denen sie unter anderem die Aspekte körperliche Beeinträchtigung und Homosexualität thematisierten. Zwei siebte Klassen setzten das Motto des Tages auch musikalisch um: Sie hatten passende Texte über Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt zu den Melodien aktueller Hits geschrieben. Die Zuschauer belohnten die Gruppen für ihre Vorstellung mit kräftigem Applaus.

Festakt im Forum

Als besonderer Gast war der Sportjournalist Prof. Dr. Michael Steinbrecher anwesend, der ein Pate des Projekts ist. Er gratulierte den Schülern zu den tollen Ergebnissen des Tages und resümierte: „Man spürt ganz deutlich, dass in dieser Schule eine Stimme gegen Rassismus lauter wird.“

In seiner Rede versicherte auch Schulleiter Christoph Weishaupt der Schülerschaft seine vollste Unterstützung in diesem Projekt und machte deutlich, dass diese Auszeichnung „eine bleibende Herausforderung und fortwährende Aufgabe für die gesamte Schulgemeinschaft“ ist. Am Mallinckrodt-Gymasium finde sich als christliche, katholische Schule ein sehr guter Anknüpfungspunkt für couragiertes und antirassistisches Handeln. Die Landeskoordinatorin Gabriele Krieling lobte das Engagement und die bemerkenswerte Eigeninitiative der Schüler, besonders der Schülervertretung (SV). Diese hatte sich mit Hilfe von Frau Wolf und Herr Koch stark für die Durchführung des Projekts eingesetzt und die Organisation übernommen. Mit dem Tag seien sie äußerst zufrieden. „Die Arbeit hat sich auf jeden Fall gelohnt“, versicherte Herr Koch.